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Home Presse Presse Katzenbabys im Wald ausgesetzt
Presse
Katzenbabys im Wald ausgesetzt

Am 17.10.2009 brachten Tierfreunde einen Karton mit 11 ca. 4 Wochen alten Katzenbabys in das Tierheim Nürnberg. Dass sich die kleinen Kätzchen in einem noch sehr guten Zustand befanden, lag daran, dass die Tiere unmittelbar nachdem sie, nach Aussage der Finder, in einer Obstkiste im Wald ausgesetzt waren, gefunden wurden. Der Fundort lag  im Landkreis Fürth (Mannshof / Eltersdorf ) in der Nähe eines Reitstalles.
Wären die kleinen Kätzchen nicht so schnell gefunden worden, hätte es bei dem nasskalten Wetter, deren sicheren Tod bedeutet.

Hier haben wir genau das, zurzeit groß diskutierte Problem der unkastrierten Katzen. In unserem Fall handelt es sich mit Sicherheit nicht um verwilderte Katzen, sondern um Tiere die einen Besitzer haben, der in verantwortungsloser Weise die Kastration nicht durchführen lässt und den zwangsläufig entstehenden Nachwuchs
dann wie Müll entsorgt. Wie viele dieser armen Kreaturen nicht gefunden werden und jämmerlich verenden ,kann man nur erahnen.

Wir fordern Katzenhalter die ihren Tieren Freilauf gewähren, immer wieder auf ,diese unbedingt kastrieren zu lassen. Unsere Bitten haben dabei leider nur mäßigen Erfolg.
Eine erhebliche Verbesserung der Situation würde die Kennzeichnung der Katzen per Mikro-Chip bringen. So könnten die Katzenhalter ermittelt und z.B. bei Unfällen, die durch das Tier verursacht werden, zur Rechenschaft gezogen werden. Wir könnten auch herausbekommen, wer die Besitzer der 80 Fundkatzen sind, die zurzeit im Tierheim sitzen und die von niemanden gesucht werden.
Wir kastrieren jährlich ca. 350 verwilderte Katzen und leisten somit einen Beitrag gegen die ungezielte Vermehrung. Eine Kastration aller freilebenden Katzen ist aus Kosten- und Kapazitätsgründen in den Tierheimen nicht möglich. Nur die Katzenhalter können mit mehr Verantwortungsbewusstsein dieses unsägliche Problem lösen, was aber gerade im ländlichen Bereich als utopisch erscheint.

In vielen landwirtschaftlichen Betrieben gelten Katzen leider immer noch als Nutztiere, deren Aufgabe es ist
Mäuse und Ratten zu fangen. Hier gilt das Gesetz der Natur - nur der Starke wird überleben. Schwache und kranke Katzen sind nutzlos, Kosten für den Tierarzt stellen eine Verschwendung dar.

Auch das Füttern von angeblich herrenlosen Tieren durch besorgte Tierfreunde ist nicht immer sinnvoll. Dadurch werden Katzen von ihrem eigentlichen Zuhause weggelockt, sammeln sich zu größeren Gruppen und vermehren sich zu Massen. Wenn dann plötzlich 10, 15 oder 20 Katzen an die gereichten Futtertöpfe kommen, wird um Hilfe durch den Tierschutz gerufen.

Wir tun, was wir können, aber gegen die Unvernunft vieler Katzenbesitzer sind auch wir machtlos.