-
Spenden
Spenden Sie.
Jetzt.

Spendenkonto 1120752
Sparkasse Nürnberg
BLZ 760 501 01
Umfrage
Stimmen Sie mit ab:
Direkte Busanbindung bis Tierheim und Tierfriedhof?
 
Mitmachen
Werden Sie
Mitglied.

Erfahren Sie mehr
über unsere Arbeit
und machen Sie mit.
Tierschutzbund
Der Tierschutzverein Nürnberg-Fürth und Umgebung e.V.
ist Mitglied im
Dt.Tierschutzbund
Tierschutzbund_Bay
trennstrich
Tierschutzverein Nbg-Fürth
und Umgebung e.V.
und Tierheim Nürnberg
Stadenstr. 90
90491 Nürnberg
Tel. 0911 91 98 90
Fax 0911 91 98 991
Home Presse Artikel Dürfen Tiere Spielzeug sein?
Presse - Artikel
Dürfen Tiere Spielzeug sein?

Auf der Spielwarenmesse verenden täglich Dutzende Schmetterlinge
- 02.02.
NÜRNBERG Sie werben mit lachenden Kindern, bunten Farben, Comic-Schrift und der Nähe zur Natur. Tatsächlich lassen die Aussteller der britisch-amerikanischen Firma „Insect Lore Products“ Tiere zu Dutzenden, wenn nicht Hunderten, elendig verrecken. Mitten auf der Spielwarenmesse, vor den Augen Tausender Besucher!


Tatort Halle 5, Stand D-29:  Auf dem Tisch steht ein Stoffkäfig von der Größe eines kleinen Papierkorbs. Er ist dekoriert mit Zweigen und Blüten – die bizarre Umgebung des Todeskampfs wunderschöner Schmetterlinge. „Live Butterfly Garden“ heißt das Zucht-Set für Falter, derzeit in Deutschland nur im Internet erhältlich, für knapp 20 US-Dollar.

Die Firma preist ihr Produkt als pädagogisch wertvoll an: „Der Schmetterlingsgarten bringt die Farben und das Wunder lebender Schmetterlinge in Euer Zuhause. Schaut den Raupen zu, wie sie sich verwandeln – und lasst sie dann wegfliegen!“

Angesichts der Zustände am Messestand klingt das mehr als zynisch: Hilflos flattern die Falter in dem kaum einen Kubikmeter großen Käfig umher, verfangen sich im Netz, der Boden ist bedeckt von Kadavern – keines der Exemplare überlebt. Selbst wenn die Vertriebsangestellte die Tiere freiließe, würden sie in der kalten Winterluft wohl keine Minute am Leben bleiben.

Schon der Transport der Raupen in Kunststoffbechern ist problematisch, da der Hersteller kaum garantieren kann, dass die Würmchen unbeschadet die Kinderzimmer erreichen. Der Firma ist das bizarre Geschäft mit den Raupen nicht genug: Unter dem Label „Lernen und Spielen“ werden auch andere Insekten und Spinnen verkauft – unter welchen Bedingungen, ist völlig unklar.
Unklar auch, ob das bizarre  Treiben in Halle 5 weitergehen wird. Das städtische Veterinäramt ist informiert. Gut möglich, dass eine Razzia „Insect Lore Products“ das Geschäft verhagelt.

Dürfen Tiere Spielzeug sein? Was die Chefin des Nürnberger Tierschutzvereins Heike Weber zum lebendigen Spielzeug sagt und wie sich die Vertriebsfrau rechtfertigt, lesen Sie in der AZ-Printausgabe vom 3. Februar.

Bild anklicken und Printausgabe der AZ lesen

Autor: Steffen Windschall Quelle: AZ

Weitere Artikel zu diesem Thema können Sie hier nachlesen: